Rund 2700 Mitarbeitende sind täglich im Einsatz, damit der Betrieb der VBZ nahezu rund um die Uhr funktioniert – manche direkt an der Front, andere im Hintergrund. Einer von ihnen ist Beni Heusser. Als Instandhalter im Tramdepot Oerlikon sorgen er und seine Teamkameraden dafür, dass die blauen Züritrams in Schuss bleiben und zuverlässig wieder auf die Schienen kommen.
Obwohl er erst Mitte 20 ist, hat er schon über zehn Jahre bei den VBZ auf dem Buckel. Damit ist er kein Einzelfall, wie Beni im Podcast verrät. Wie viele andere hat auch er die Lehre bei den VBZ absolviert und so den Beruf des Instandhalters kennengelernt. Nach der erfolgreichen Lehrabschlussprüfung als Automatikmonteur begann für ihn das VBZ-interne Weiterbildungsprogramm zum Instandhalter. Dort eignete er sich Schritt für Schritt all jene zusätzlichen Fähigkeiten an, die es für diesen Beruf braucht – zum Beispiel auch das Tramfahren. Denn was viele nicht wissen: Instandhalter müssen ein Tram selbst bewegen können, etwa um ein defektes Fahrzeug von der Strecke zu holen oder es im Depot zu manövrieren.
Abwechslung garantiert: Variierende Tätigkeiten und Arbeitszeiten
Inzwischen macht Beni den Job als Instandhalter schon seit über sieben Jahren – ohne, dass bei ihm je eine Spur von Langeweile aufgekommen ist. «Der Beruf des Instandhalters ist wirklich ungemein vielfältig», sagt er im Gespräch und führt aus: «Einmal hast du dreckige Hände und einen schwarzen Kopf, weil du unter dem Tram ein Teilchen ersetzen musst und kurz darauf sitzt du nachts am Computer und machst die Disposition.» Auch die Arbeitszeiten variieren stark. Das VBZ-Instandhalter-Team ist 365 Tage im Jahr rund um die Uhr im Schichtbetrieb im Einsatz. Beni’s Wecker klingelt deshalb manchmal um drei Uhr morgens, manchmal aber auch erst um acht Uhr. Daran gewöhne man sich, erzählt er und ergänzt: «Wenn du erstmal ein bisschen reingekommen bist, dann willst du gar nichts anderes mehr.» Zumindest bei ihm, der frei sei und keine Familie und Kinder habe, sei das so.

Hinzu kommt, dass es nicht etwa einen, sondern gleich vier verschiedene Tramtypen gibt: Die Oldtimer, 2000er Trams, Cobras und Flexitys. Um sie reparieren und warten zu können, muss Beni all ihre Eigenheiten kennen. «Wir sprechen hier von Oldtimern aus dem vorletzten Jahrhundert, von Trams mit Hand- und Luftbremsen und schliesslich vom modernen Flexity, das sozusagen ein fahrender Computer ist», präzisiert er. Die Palette an Kompetenzen, die von einem Instandhalter gefordert wird, ist entsprechend gross. Er muss nicht nur wissen, wie man ein fast 130-jähriges Oldtimer-Tram wieder flickt, sondern auch die digitale Steuerung und hochmoderne Leistungselektronik des Flexity verstehen. Beni Heusser sagt, dass er von der langjährigen Erfahrung bei den VBZ sicher profitiert. Aber es gäbe etwas, das sei noch viel entscheidender: Das Team.
Einer für alle, alle für einen: Zusammenhalt wird grossgeschrieben
Im Tramdepot Oerlikon, so Beni, arbeite man eng zusammen. «Als Team sind wir sehr breit aufgestellt. Einige sind ähnlich alt wie ich, die anderen jünger oder älter, doch alle sind sehr hilfsbereit und man kann wirklich jeden fragen, wenn man etwas nicht weiss.» Er verrät, dass es auch schon vorgekommen sei, dass er einen Kollegen zu Hause angerufen habe, als er nicht mehr weiter wusste. Auffallend sei, dass jede Generation die Dinge unterschiedlich angehe, doch genau das zeichne sie aus. Gemeinsam, so Beni, seien sie im Stand, jedes noch so knifflige Problem zu lösen.