VBZ Karrierekompass: «Es war mein Glücksmoment, bei den VBZ reinzukommen»

VBZ Admin
Mit 40 Jahren hat sich Fabio Manco entschieden, Deutschland zu verlassen, um in Zürich ein neues Leben zu beginnen – als Busfahrer bei den VBZ. Im VBZ Karrierekompass Podcast erzählt er von seinen Glücksmomenten und Stolpersteinen und was er jenen rät, die ebenfalls auswandern wollen.

Drei Jahre ist es her, seit Fabio Manco von Stuttgart nach Zürich zog, um bei den VBZ Busfahrer zu werden. «Es war mein Glückmoment, bei den VBZ reinzukommen», sagt er. Bis heute bereut er den Schritt nicht, dennoch habe es eine Weile gedauert, bis er in der neuen Heimat angekommen sei: «Wenn man wie ich 40 Jahre in Deutschland gelebt hat, braucht es seine Zeit, um an einem neuen Ort Fuss zu fassen.»

Liniennetzkenntnisse, Wohnungssuche und Schweizerdeutsch als Hürden

Als er 2022 nach Zürich kam, kannte er die Stadt kaum und war lediglich schon einige Male zu Besuch bei seiner Schwester. Um sich mit der neuen Heimat und dem VBZ-Netz vertraut zu machen, zog er deshalb bereits einen Monat vor Stellenantritt in die Limmatstadt. So konnte er sich die Liniennetzkenntnisse aneignen, die im Fahrdienst der VBZ gefordert sind. «Ich bin auf eigene Faust alle Linien abgefahren und habe mir die wichtigsten Verkehrsknotenpunkte im Detail angeschaut», erzählt Fabio Manco.

Es sei eine herausfordernde Zeit gewesen, sagt er rückblickend. Nicht nur, weil er sich allein in einer neuen Stadt zurechtfinden musste, sondern auch aus Kostengründen: «Wenn man in einer teuren Stadt wie Zürich einen Monat ohne Lohn lebt, geht das ganz schön an die finanzielle Substanz.» Herausfordernd fand er auch die Wohnungssuche und die neue Sprache. «Je nach Schweizer Dialekt versteht man manchmal mehr, manchmal weniger», lacht er. Inzwischen hat er sich mit dem Zürichdeutsch gut arrangiert und hat höchstens noch Mühe, Dialekte aus anderen Regionen zu verstehen.

«Zürich kann man nur lieben»

Insgesamt, betont Fabio Manco, sei ihm der Start in der Schweiz dennoch ring gefallen und Zürich habe es ihm leicht gemacht, sich einzuleben: «Wäre ich in eine Stadt gekommen, die mich null interessiert hätte, wäre ich vielleicht schon nach einem halben Jahr wieder gegangen. Aber Zürich ist eine wunderschöne Weltstadt. Man kann sie nur lieben.»

In seiner Freizeit liebt es Fabio, mit dem Fahrrad unterwegs zu sein oder einfach durch die Stadt zu spazieren. «Hier hat man so viele Möglichkeiten, abzuschalten», betont er. Ausserdem habe er gemerkt, dass die Leute in Zürich sehr freundlich und hilfsbereit seien.

Zurück nach Stuttgart möchte Fabio Manco nicht mehr. Er fühlt sich wohl in Zürich und plant zu bleiben. «Nach der Anfangseuphorie landet man zwar irgendwann auf dem Boden der Realität und merkt, dass es nicht so einfach ist. Aber es ist trotzdem schön und deshalb macht man weiter», fasst er zusammen und fügt an: «Es wird immer angenehmer und schöner.»

Sein Tipp: Die Ängste hinter sich lassen und es ausprobieren

All denjenigen, die sich überlegen, den gleichen Schritt wie er zu wagen und in einem anderen Land Fuss zu fassen, gibt Fabio Manco Folgendes mit auf den Weg: «Am besten macht man sich nicht zu viele Gedanken, sondern lässt die Ängste hinter sich und probiert es einfach aus.» Bei ihm hat sich der Mut jedenfalls ausgezahlt.

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