Bevor du dich bewirbst, nimm dir einen Moment Zeit, um einige wichtige Fragen zu reflektieren. Überlege, wie sich die Schichtarbeit mit deinem Privatleben vereinbaren lässt. Kannst du damit umgehen, zu unterschiedlichen Zeiten zu essen, Sport zu treiben oder zu schlafen?
Die unregelmässigen Arbeitszeiten könnten bedeuten, dass du nicht immer bei Familienfeiern dabei sein kannst oder dich nach Feierabend mit Freunden triffst. Dafür bietet dir der Schichtdienst auch Vorteile: Du kannst unter der Woche leere Skipisten oder Badis geniessen, Einkäufe ausserhalb der Stosszeiten erledigen oder wertvolle Zeit mit deinen Kindern oder Patenkindern verbringen, wenn andere arbeiten müssen.
Es ist wichtig, dass du dir bewusst machst, wie die Schichtarbeit dein Leben und das deiner Liebsten beeinflussen wird. Nimm dir die Zeit, darüber nachzudenken, ob du bereit bist, diese Herausforderungen anzunehmen und die Vorteile zu geniessen.
Welche Betriebszeiten gelten bei den VBZ?
- Montag – Sonntag ca. 04.20 Uhr – 01.20 Uhr (selbstverständlich werden Nacht- und Sonntagsdienste mit Zulagen vergütet)
- Freitag/Samstag und Samstag/Sonntag oder an speziellen Feiertagen zusätzlich
- An speziellen Veranstaltungen wie zum Beispiel Züri Fäscht, Street Parade, Silvesterzauber fahren wir rund um die Uhr.
- Die Wochenarbeitszeit beträgt 41 Stunden.
- Die Pause zwischen zwei Dienstteilen beträgt bei etwa der Hälfte der Dienste weniger als 90 Minuten. Nur noch ein sehr kleiner Teil der Dienste hat eine Pause von mehr als drei Stunden.
- Die maximale Präsenzzeit beträgt 13 Stunden pro Tag, d.h. zwischen dem Beginn des ersten Dienstteils und dem Ende des zweiten Dienstteils können maximal 13 Stunden liegen. Seit 2024 hat der grosse Teil der Dienste eine Dienstschicht von weniger als 11 Stunden.
Wie ist der Turnus?
Ein Turnus besteht aus einer Abfolge von Diensten, Ruhe- und Ausgleichstagen. Nach 4 Arbeitstagen mit einer Abfolge von einem späteren auf einen früheren Dienst folgen 2 freie Tage. Nach der 4. Arbeitswoche erfolgt eine Woche mit 5 Arbeitstagen und einem freien Tag. Direkt nach deiner Ausbildung wirst du (bei einem Beschäftigungsgrad von 60 % – 100 %) in einen solchen Turnusplatz eingeteilt.
Kann man den Dienstplan selber gestalten?
Die individuelle Dienstplanung (IDP) ist ein Wunschsystem, das ermöglicht auf den persönlichen Dienstplan Einfluss zu nehmen. Für Ruhetage und Schichtlagen werden digital Wünsche eingereicht. Auf Basis der Wünsche werden die effektiven Ruhetage und Dienste berechnet und die Ruhetage sind für Mitarbeitende 2 Monate im Voraus ersichtlich. Die Dienste werden immer 4 Wochen im Voraus im persönlichen Dienstplan publiziert. Neben den Wünschen spielen natürlich auch die betrieblichen Möglichkeiten eine Rolle. Die Wunscherfüllung bei den Ruhetagen liegt durchschnittlich bei 80%, bei den Diensten zwischen 60 und 70%. Es gibt in allen Betriebshöfen sehr viele Mitarbeitende, welche an der IDP teilnehmen. Sobald du auf einen Turnusplatz eingeteilt wurdest, kannst du dich auch für die IDP anmelden. Für den Wechsel braucht es einen Vorlauf von 3 Monaten, damit du deine Wünsche entsprechend eingeben kannst.
Gibt es Pikettdienst?
Jeder Mitarbeitende hat in seinem Dienstplan nach Jahresdienstplan 4-5 Verfügerdienste (Ersatzdienste) eingeteilt, damit es dem Betrieb möglich ist, langfristige und kurzfristige Abwesenheiten abdecken zu können. Ein Verfügerdienst ist ein Platzhalter für einen Dienst und wird kurzfristig durch eine Fahrleistung ersetzt. Die Veröffentlichung findet am Vortag, um 11 Uhr, für den Folgetag statt.